Doku über Reparatur und Aufbereitung

Aus der Radioschmiede Dr. Georg Seibt AG stammt folgendes Radio, was ich aus der Wiesbadener Sammlung übernommen habe: ein Seibt 3W. Das Gerät wurde 1930 produziert, es besitzt keinen eigenen Lautsprecher und auch das Design ist recht eigenwillig. Markant – die beiden Skalen an der Front, die von einer großen Messingblende umgeben sind. Leider hat man sich bei einer Reparatur nicht besser zu helfen gewusst, als ein langes Loch in die linke Gehäuseseite zu sägen, um das Chassis auszubauen.

Seibt 3W

Seibt 3W

Ein schönes kleines Radio, was gerade mal 10 Jahre nach der ersten Rundfunkübertragung Deutschlands aus Königs Wusterhausen im Dezember 1920 gefertigt wurde, also noch aus der Anfangszeit des Rundfunks stammt.

Seibt 3W

gut erhaltene Seiten

Hier ist ein Foto von dem Schaden auf der linken Seite, hier ist guter Rat und vor allem Reparatur teuer:

Seibt 3W

Aua!

Vor vielen Jahren hat jemand einen Ausgangsübertrager an die Rückwand geknotet, um einen externen Lautsprecher daran zu betreiben.

Seibt 3W

angeknoteter AÜ

Und so sieht es hinter der Rückwand aus:

Seibt 3W

Chassis vom Seibt 3W

Seibt 3W

Schaltplan Seibt 3W

Technische Daten:

Produktionsjahr 1930/1931
4 Röhren: RENS1204, REN804, RE134
2 AM-Kreise, LW + MW
Gehäuseabmessungen (BHT): 370 x 210 x 200mm, 5kg
Originalpreis damals 138.00 RM

2 Antworten auf Der verletzte Doktor

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