Doku über Reparatur und Aufbereitung

Die ungewöhnliche Anordnung der beiden Lautsprecher weckte mein Interesse an diesem Imperial J406W Stereo, welcher in meiner Nähe günstig zum Verkauf stand. Überhaupt besitze ich in meiner Sammlung noch kein Radio aus der Osteroder Continental-Rundfunk GmbH, das sollte sich nun durch diesen Erwerb ändern. Optisch sieht es wieder typisch 50er Jahre aus, eine Patina und kein Rost zeugt von einer trockenen Lagerung.

Imperial J406W Stereo

Imperial J406W Stereo

Natürlich besitzt dieses Radio keinerlei Stereo-Schaltungen, weder in der HF noch nicht einmal in der NF-Stufe. Lediglich als Verkaufsargumentation wurde wegen der „schrägen“ Anordnung der beiden Hauptlautsprecher von „Breitwand-Akustik mit Stereoeffekt“ gesprochen, was später zum 3D-Raumklang mit den typischen seitlichen Lautsprechern entwickelt wurde.

Imperial J406W Stereo

interessantes Design

Mal sehen, wie es nach der Reinigung aussieht, vermutlich wird eine Neulackierung nicht nötig sein, die kleinen Kratzer kann man auch anders kaschieren.

Imperial J406W Stereo

Imperial J406W Stereo

Imperial J406W Stereo

Imperial J406W Stereo

So sieht es dann „von hinten“ aus“, die großen Brummer, die seitlich über Ecke befestigt sind. In der Mitte ein Elektrostat.

Imperial J406W Stereo

das Imperial-Logo

Selbst auf dem Ausgangsübertrager ist das schöne Logo zu sehen:

Imperial J406W

der AÜ

Hier das Chassis von unten:

Imperial J406W

Chassis von unten

Technische Informationen:

Produktionsjahr 1956/1957
6 Röhren: ECC85, ECH81, EF85, EABC80, EM80, EL84
7 AM-Kreise + 10 FM-Kreise
3 Lautsprecher, 5,5 W
Gehäuseabmessungen (BHT): 640 x 400 x 274mm, 15 kg
Originalpreis damals 398.- DM

2 Antworten auf Über Eck gespielt

  • Diogenes

    Jaaa, wunderbar !

    Ein toller „Fang“ !

    Natürlich in keinster Weise Stereo, aber ein sehr schönes Gerät. Die Akustik ist übrigens enorm, wenn man das Gerät schräg in eine Zimmerecke stellt. Dann verteilt sich der Schall den Wänden entlang, und der „3-D-Effekt“ kommt sehr gut rüber. Und wenn das Gerät noch unterhalb 1m Position angeordnet ist, kommen die -übertragbaren- Bässe noch besser rüber.
    Schon erstaunlich, diese Kiste…

    Nun zum aktuellen Gerät: Zustand ist ja ganz OK. Es fällt aber auf, daß der Abschirmbecher f. die „UKW-Röhre“, die ECC85, fehlt.

    In den meisten Geräten befindet sich ein separates, in sich konstruiertes UKW-Empfangsteil, das voll abgeschirmt ist. Meistens schließt es auch den Drehkondensator mit ein. Bei dieser Art UKW-Teilen fällt auf, daß die Empfangsröhren (meist EC92, ECC81, ECC84 und -sehr oft- ECC85) in Fassungen untergebracht sind, die eine Art Hülse haben, die diese Röhren weitgehend umschließen; als ABSCHIRMUNG.

    Ausnahmen sind einige Gerätehersteller, die das UKW-Teil im Zusammenhang mit der Gesamtfertigung ohne separaten Aufbau mit in das gesamte Chassis integriert haben. In diesem Fall benötigt die „UKW-Empfangsröhre“ eine eigene Abschirmkappe.

    Meistens ist der Drehkondensator mit dem AM-Drehko gemeinsam verbaut.

    So eine Abschirmkappe -lieber Tilo- habe ich noch im Bestand und ist bereits auf dem Weg zu Ihnen.

    Der Rest ist ja schon fast „Gewohnheitssache“; was soll schon anderes herauskommen als ein perfekt restauriertes Gerät unter den kreativen Händen vom Tilo?

    Na dann, viel Erfolg mit den guten alten Röhren !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.