Doku über Reparatur und Aufbereitung

Und wieder bekam ich ein Angebot über eine Sammlungsauflösung, allerdings standen die Radios in Paderborn, was knapp über 200km fahren bedeutet. Es ging um ca. 20 Radios, die Reinhold L. aus Wuppertal mir anbot, einige interessante Geräte waren schon dabei, einige aus meiner Sicht sind aber auch nicht sehr für meine Sammlung geeignet, so auch dieses RFT Dominante W101 aus der Dresden-Serie. Der Vorbesitzer hatte schon alle kritischen Kondensatoren ersetzt, leider ist die EM80 schon fast blind.

RFT Dominante W101

RFT Dominante W101

Designtechnisch gefällt es mir wegen dem Plastik-Look auch nicht gerade, man merkt, es ging auf die modernen 60er Jahre zu, es ist kaum noch Messing verarbeitet worden.

RFT Dominante W101

kaum Kratzer im Gehäuse

Das Gute ist, dass dieses Radio Top erhalten ist, es glänzt schön und es sind kaum Kratzer auf dem Gehäuse zu sehen. Alle Knöpfe lassen sich ohne Knacken und Knistern bewegen. So brauche ich nichts weiter daran tun und kann es direkt im Onlineauktionshaus reinsetzen, in der Hoffnung, dass es vielleicht noch einen interessierten Käufer findet.

RFT Dominante W101

mit „Service-Leiste“ am Chassis ähnlich Nordmende

RFT Dominante W101

Blick unters Chassis

Technische Daten:

Produktionsjahr: 1958/1959
8 Röhren: ECC85, ECH81, 2x EF89, EM80, EABC80, EL84, EZ80 oder EZ81
8 AM-Kreise + 12 FM-Kreise, 3 Lautsprecher
Gehäuseabmessungen (BHT): 670 x 410 x 280 mm
Gewicht 16 kg, Originalpreis: 625.- DM

Download des Schaltplans

2 Antworten auf Der herrschende Dresdner

  • Hallo, es ist für mich sehr schön zu sehen,daß alte Technik wieder auflebt. Diese gerate wurden für die Ewigkeit geplant und gebaut. Ich habe mir im Dezember eine Hammond Orgel M100 inkl. LESLIE Cabinet gekauft. Bj 1963.
    Die Tonerzeugung geschieht elektromechanisch, Verstärker mit röhren. Haben Sie vielleicht ein Prüfgerät für die röhren?

  • Diogenes

    Hallo Herr Matthias Müller,
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    herzlichen Dank für Ihren Beitrag.
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    Eine HAMMOND M100 ist schon ein „Hammer“, dazu aber auch noch eine LESLIE-BOX- … das grenzt an einen Sechser im Lotto !
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    Ich gehe über Ihre Frage nach einem Röhrenprüfgerät erstmal hinaus:
    Die Orgel „M100“ verfügt über sehr viele Kondensatoren, die häufig defekt sind und erneuert werden sollten. Das ist sehr viel Arbeit, die auch Genauigkeit verlangt. Meistens handelt es sich um „gelbe“ Ölkondensatoren (USA) mit axialen Anschlüssen. Als Ersatz bieten sich Ton-Kondensatoren der Fa. WIMA an, die allerdings mit kurzen radialen Anschlüssen versehen sind. Hier muß mit Verlängerungen gearbeitet werden, was arbeitsintensiv ist.
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    Was die Röhenschaltungen betrifft, so hängt es oft davon ab, wieviel Betriebsstunden das Gerät hinter sich hat. In diesem Zusammenhang sind auch in speziell in diesem Bereich die ELEKTROLYTKONDENSATOREN genauestens zu untersuchen und ggfs. zu erneuern.
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    RÖHREN:
    Tilo Graupner hat ein qualitativ hochwertiges Röhrenmeßgerät, ein FUNKE W19s.
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    Es empfiehlt sich, alle Röhren vorsichtig dem Gerät zu entnehmen, sorgfältig zu verpacken und Herrn Graupner zuzusenden. Er wird jede Röhre mit dem jeweiligen Meßwert beschriften und an Sie zurückschicken.
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    Da ein Röhrenmeßgerät dieser Bauart sehr teuer ist und auch großem Verschleiß unterliegt, werden Sie sicher Verständnis dafür haben, daß Herr Graupner eine angemessene Prüfgebühr (pro Röhre) in Rechnung stellen muß.
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    Beachten Sie dabei bitte auch, das Sie neben den Meß-Protokollen auch Tipps und Hinweise bekommen werden, wie man einen evtl. Röhrenmangel ausgleichen kann.
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    Mit besten Grüßen

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