Doku über Reparatur und Aufbereitung

Als Zugabe von Trödelmarkttrip in Schweden brachte Charly mir einen Philips BS592A mit, den er sehr günstig ertrödeln konnte, das hatte natürlich seinen Grund: es fehlt der Lautsprecher und das Skalenseil liegt auch nur wirr im Inneren herum, Funktion unbekannt. Leider besitzt es noch kein UKW, trotzdem ist es nicht ganz uninteressant, da es sicher selten in Deutschland anzutreffen ist.

Philips BS592A

Philips BS592A

Dieses Radio wurde von Philips, Svenska AB, Stockholm für Schweden gebaut. Es ist eine Weiterentwicklung vom Philips BS581A, statt der EAF41 wurde die EAF42 verbaut.

Philips BS592A

kein „Gebissradio“

Philips BS592A

die Skalenscheibe

Philips BS592A

die Rückwand

Schade, dass der Lautsprecher fehlt. Aber vielleicht läuft mir mal Ersatz über den Weg, den genauen Lochabstand muss ich mal ausmessen.

Philips BS592A

Blick ins Innere

Philips BS592A

Blick Richtung ehem. Lautsprecher

Technische Daten:

Produktionsjahr: 1949/1950
6 Röhren: ECH21, 2x EAF42, EBL21, EM4, AZ1
Dynamischer LS, keine Erregerspule (permanentdynamisch), Ø 21 cm
Gehäuseabmessungen (BHT) 520 x 340 x 243mm

Leider habe ich keinen Schaltplan, vielleicht kann jemand aushelfen? Vielen Dank!

Eine Antwort auf Nachschlag aus Schweden

  • Diogenes

    Schönes Nostalgiegerät; erinnert mich an „Basteltage“ meiner frühen Jugend. Das Ding hat großzügig gespreizte KW-Bänder, da macht Kurzewelle richtig Spaß !

    Hach- immer die Knatscherei wegen fehlendem UKW!
    Gibts doch demnächst sowieso nicht mehr, also andere Signalquelle her und über den TA-Eingang ran.

    Außerdem kann AM-Hören viel Spaß machen, da ist nämlich noch was los im Aether. Besonders nach Sonnenuntergang und mit vernünftiger Antenne u. Erde. Ich mache manchmal so eine „AM-Reise“, da begegnet einem schon noch so Einiges, beispielsweise französische u. italienische Stationen. Grade PHILIPS-Kisten sind für gute Empfangsqualität bei hoher Trennschärfe und geringstem „Schwund“ bekannt.

    Ich erinnere mich auch, daß dieses Gerät trotz der recht einfach gestrickten NF-Stufe einen recht ordentlichen Klang hatte, auf KW zumindest, vorausgesetzt man hatte ne gute „Tante Enne“.

    Ärgerlich ist beim Restaurieren die Tatsache, daß man die Bandfilter nicht aufkriegt, die sind nämlich verkrimpt -wie Elkos- , leider verstecken sich darin Kondensatoren, die evtl. gewechselt werden müssen. Also aufschneiden in einem solchen Falle. Der Zustand der Kondensatoren läßt sich aber meist von außen ermitteln; Schaltplan vorausgesetzt, damit man weiß, WO an den Filteranschlüssen man messen muß.

    Die Röhren stellen kein Problem dar; selbst die EBL21 entspricht der EBL71, beide gibts noch zu kaufen. AZ1 kriegt man auch noch zu Hauf, jedoch recht teuer, ansonsten –> Diodenersatzschaltung. EM4 –> 6E5C, (umsockeln). ECH21 läßt sich -zur Not- durch ECH11 oder ECH81 ersetzen, (jeweils per Sockeladapter, selbst stricken).

    Die Schallwandöffnung für den LS schätze ich auf Standartgröße 18cm ein; sowas läßt sich ja machen, muß ja -zunächst- nicht Original sein. (Impedanz beachten!)

    Ich bin ja mal gespannt, ob ich das Gerät mal zu Gesicht bekomme…

    Bis dahin !

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